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Reasonableness erklärt

  • 24. Jan.
  • 6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 27. Jan.

Ursache vs Wirkung
Ursache vs Wirkung

Einführung: Reasonableness (Vernünftigkeit), ist ein sehr interessantes humanoides Thema, das es wert ist, genauer betrachtet zu werden. Der vernünftige Mensch passt sich der Welt an. Der unvernünftige beharrt darauf, die Welt an sich anzupassen. Daher beruht aller Fortschritt auf dem unvernünftigen Menschen." – G.B. Shaw



Ehemalige Staffs – also Mitarbeiter – der Scientology-Kirche sind mit dem Begriff reasonable zur Genüge vertraut. Ein Begriff, der zumindest in meiner Wahrnehmung viel zu oft und zudem falsch verwendet wurde.


Ich möchte hier bewusst beim englischen Begriff bleiben und nicht die deutsche Übersetzung "vernünftig" verwenden. Wir haben immer nur das englische Wort benutzt, und ich möchte diese falsche Konnotation nicht ins Deutsche übertragen.


Reasonable – vernünftig – oder wie Ron es eigentlich nannte: Reasonableness, also "Vernünftigkeit", ist ein sehr interessantes humanoides Thema, das es wert ist, genauer betrachtet zu werden.


Beginnen wir mit einem Zitat von George Bernard Shaw:


"Der vernünftige Mensch passt sich der Welt an.

Der unvernünftige beharrt darauf, die Welt an sich anzupassen.

Daher beruht aller Fortschritt auf dem unvernünftigen Menschen."


Original:

“The reasonable man adapts himself to the world.

The unreasonable one persists in trying to adapt the world to himself.

Therefore all progress depends on the unreasonable man.”


George Bernard Shaw starb am 2. November 1950 – es ist gut möglich, dass Ron dieses Zitat kannte.


Unterhalb von 1,0 auf der Tonskala übernimmt man die Anstrengung des Gegenübers oder der Umgebung. Oberhalb von 1,0 bekämpft man sie. Über 2,0 ist sie einem egal, jedoch nicht apathisch. Und oberhalb von 3,0 kann man die Umgebung mit dem eigenen Elan und Enthusiasmus dazu bringen, das zu tun, was man selbst will. Das ist jedoch kein Aufzwingen der eigenen Absicht – das läge eher im Bereich von 1,0 bis 2,0.


Reasonableness hat sehr viel mit dem untersten Band, 0,0 –1,0, also mit Apathie, zu tun.

Es wird einem irgendein Käse erzählt, und man ist damit reasonable, also "vernünftig".


Ein Arzt sagt: "Das könnte Krebs sein", und schon ist man damit in Übereinstimmung. Der Arzt ist eine Autorität, und ich bin fast eine "0", also muss das stimmen.


"Bleib daheim" – ja, das ist vernünftig?


"Zinsen sind der Preis für Geld" – stimmt das?


"Der Mensch denkt mit dem Gehirn" – wirklich?


Wir sind mit so vielen Dingen reasonable. Die schiere Menge ist erschreckend. Die Menschheit ist in Reasonableness schlimmer gefangen als jemand, der im Schlamm eingesunken ist und sich mit jeder Bewegung tiefer eingräbt – und ohne äußere Hilfe nicht mehr herauskommt.


Leider ist unsere Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten immer weiter in diese Reasonableness abgesunken. Statt hart zu sein und viel zu verlangen, sagt man: "Du armer Kerl, wir müssen Verständnis für deine Unfähigkeit und Faulheit haben und geben dir eine lebenslange Rente." Und das ist erst der Anfang.


Man wird mit immer mehr kriminellen Elementen reasonable. Die Gesellschaft wird systematisch auf Reasonableness selbst für die abscheulichsten Dinge konditioniert. Vor lauter aufgezwungener Reasonableness wissen viele Menschen gar nicht mehr, was richtig und was falsch ist.


Hier eines meiner Lieblingszitate – aus dem Buch:


"Das Erschaffen menschlicher Fähigkeiten"Kapitel: Gefährlichkeit der Umgebung beheben – Ursache und Wirkung


"Man kann jedoch mit einiger Berechtigung sagen – und so wurde es 1938 in Excalibur formuliert – dass ein Mensch in dem Maße gesund ist, wie er für seine Umgebung gefährlich ist. Was jedoch geschieht, ist, dass die Umgebung für den Menschen gefährlich wird und der Mensch nicht mehr gefährlich für die Umgebung sein kann. Seine Antwort darauf ist Unbeweglichkeit und allgemeiner Verfall."


Das Obige ist alles sehr richtig und OT. Leider hat es jedoch auch eine Schattenseite: Oft wurde das ARK – das Verstehen, die Menschlichkeit – gezielt außer Kraft gesetzt. Staffs mussten in einer Art Zwang von Nicht-Reasonableness leben. Das führte dazu, dass man oft – um nicht zu sagen: nie – verstehen durfte oder gar wollte.


Egal, ob es sich um eine billige Ausrede oder eine ernst gemeinte Origination handelte, man wurde mit einem lapidaren "Du bist reasonable!" abgeputzt.

OT-Sein geht immer auch mit ARK einher. Führt man Projekte ohne ARK und ohne Verstehen durch, steht man sehr schnell alleine da. Genau das sehen wir in der Scientology-Kirche. 


ARK schließt ein.


Man sollte und muss nicht reasonable sein – aber man muss trotzdem verstehen und ARK haben.


"Wahrheit, die nicht mit ARK verbunden ist, verleugnet das Individuum und kann es falsch machen und schädigen." 17.03.64


Much love!

Max Hauri


Reasonableness erklärt

[Engl. reasonable bedeutet "vernünftig, nachsichtig"(Anm.d.Ü.)]


Unten die Definitionen des "Reasonableness" aus dem Administrativen Wörterbuch der Scientology (Reihenfolge geändert):


  • 2. Fehlerhafte Erklärungen.


  • 3. Ein Ziel kann immer erreicht werden. Wenn es nicht erreicht wird, findet die Person meistens Gegenabsichten im Umfeld, welche mit den eigenen Gegenab­sichten Übereinstimmen, und seine Aufmerksamkeit wird mehr auf seine Gegenabsichten gerichtet als auf sein Ziel, d.h. er interiorisiert in die Situation. Dies ist Reasonableness.


  • 4. Man kann sagen, dass Reasonableness ein Symptom der Unfähigkeit ist, Out-Points zu erkennen, sowie der Unfähigkeit, diese zu nutzen, um reale Situationen korrekt zu erfassen.


  • 5. Ein Mitarbeiter oder eine Führungskraft können “nachsichtig” (reasonable) sein und Gründe akzeptieren, warum etwas nicht getan werden kann, unvollständige Zyklen als voll­ständig akzeptieren und darin versagen, etwas durchzuziehen und Abschlüsse zu bekommen. All dies führt zu weiterem Verkehr.


  • 1. Unlogik tritt auf, wenn ein oder mehrere Daten in den falschen Datenkomplex missplaziert werden. Ein Beispiel wäre “Der Smog von Los Angeles wird schlimmer, also bestrafen wir New York” oder “Es tut mir leid, Madame, aber Sie können nicht erste Klasse fahren, weil sie einen 3. Klasse Pass haben”. Die menschliche Reaktion zu solchen unpassenden Aussagen wäre, vernünftig (reasonable) zu sein. Ein neues falsches Datum wird erträumt und in den Datenkomplex eingebracht, um zu “erklären”, warum jenes Datum enthalten ist. Reasonable­ness wird häufig ins Spiel gebracht, um ebenfalls weitere Out-Points zu erklären. Bei jenem mit dem Smog könnte erträumt werden, dass New York's Exporte oder Importe den Smog in Los Angeles verursachen. Bei jenem mit dem Zug könnte gesagt werden, dass man Pässe statt Billette braucht.

 


Erschaffen Menschlicher Fähigkeiten

R2-27 – Gefährlichkeit der Umgebung beheben


Es gibt viele Arten, wie man die Gefährlichkeit der Umgebung beheben könnte. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass der erfolgreiche Weg nicht darin besteht, verschiedene Dinge, die gefährlich sein könnten, mit Hilfe von Mock-Ups aus dem Weg zu räumen. Wenn mit dem Preclear irgend etwas nicht in Ordnung ist, so ist es, dass die Umgebung nicht gefährlich genug ist und somit für zu wenig Unterhaltung sorgt.


Der physische Körper wurde zu einer Zeit konstruiert, als Flucht vor dem Tod durch wilde Tiere und Kämpfe zur Routine gehörten. Er wurde in einem sehr launenhaften Klima gebaut, das über einen Zeitraum von vielen Millionen Jahren über herrschte. Man muss täglich etwa dreimal dem plötzlichen Tod entrinnen, um in der Gegenwart zu bleiben.


Viele der Preclears, die in Scientology auditiert werden, lassen sich nur auditieren, um ein neues Abenteuer zu erleben. Man kann jedoch mit einiger Bestimmtheit behaupten, wie es auch in “Excalibur” aus dem Jahr 1938 geschrieben steht, dass ein Mensch in dem Masse gesund ist, wie er für die Umgebung gefährlich ist. Was geschieht, ist aber, dass die Umgebung für den Menschen gefährlich wird, und dieser nicht mehr gefährlich für die Umgebung sein kann. Und seine Antwort darauf ist Unbeweglichkeit und allgemei­ne Verschlechterung.


Das Hauptmittel, um diesen Zustand zu beheben, besteht darin, dass man ein Lebewesen – ein Haustier, ein Kind, eine kranke Person – dazu bringt, nach seiner Hand zu greifen (der des Auditors). Zu diesem Zeitpunkt, (wobei man sich nicht so plötzlich bewegt, dass man das Lebewesen erschrickt) würde die Person, die den Prozess macht (der Auditor), ihre Hand zurückzie­hen. Der Auditor würde sich dann nähern, um wieder weggeschlagen zu werden, wieder und wieder. Und man würde beobachten, dass das Lebewesen mit immer grösserer Begeisterung zuschlagen und beträchtliche geistige Gesundheit wiedererlangen würde. Dies wird natürlich auf einer Gradientenska­la erreicht.


Während ein Auditor diesen grundlegenden Prozess in Assists verwenden sollte, oder wenn er Tiere, sehr kleine Kinder oder Leute, die extrem krank sind, auditiert, arbeitet die Abhilfe, die in dem Intensiv-Verfahren verwendet wird, mit Ursache und Wirkung.


Man kann in diesem Prozess Körperteile, den ganzen Körper oder den Thetan verwenden. Der Auditor muss jedoch genau entschei­den, was er angehen möchte. Die Grundanweisungen sind: “Worüber bist du bereit, Ursache zu sein?” Und wenn der Preclear diese Frage beantwortet hat und die Kommunikationsverzögerung bei dieser Frage flach gemacht ist: “Von was bist du bereit, Wirkung zu sein?” Und sobald die Kommunikationsverzögerung durch die wiederholte Verwendung dieser Frage flach gemacht ist: “Worüber bist du bereit, Ursache zu sein?” und so weiter, wobei man nur diese Anweisungen verwendet.


Man kann dies zusätzlich, besonders wenn der Preclear an einer psychosomatischen Krankheit leidet, als Assist auf ein Körperglied oder -organ anwenden. Im Intensiv-Verfahren aber wird diejenige dieser obigen Fragen benutzt, die den grössten Spielraum lässt.


L. Ron Hubbard


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