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Veränderung

  • 15. Apr.
  • 6 Min. Lesezeit
Zwei Frauen, die in entgegengesetzte Richtungen gehen, lächelnd und miteinander verbunden.


Einführung: Im Leben muss man Veränderungen herbeiführen und mit ihnen umgehen können. Ohne Veränderung gibt es keinen Fortschritt. Scientology verbessert jene Fähigkeiten, die er verbessern möchte. Sie macht den Fähigen fähiger und stärkt seine Fähigkeiten. Scientology gibt ihm sich selbst zurück.



Veränderung


Scientology haftet ein falsches Bild an – obwohl Ron dies weder so wollte noch so gelehrt hat. Ich denke, es handelt sich schlichtweg um eine humanoide Aberration. Tatsache ist jedoch auch, dass die Scientology-Kirche – insbesondere zu der Zeit, als ich dabei war – dies dramatisiert hat.


Damals hat es mich gestört. Ich habe innerlich dagegen protestiert, konnte es jedoch nicht klar erkennen.


Das Thema ist Veränderung. Auf Grad 3 wird man Veränderungs-Release, was sehr wertvoll ist. Im Leben muss man Veränderungen herbeiführen und mit ihnen umgehen können. Ohne Veränderung gibt es keinen Fortschritt.


Dies mag zu einer „toleranten“ Haltung oder Blindheit geführt haben – nämlich der Vorstellung, man müsse „Leute verändern“. Doch genau das ist eine humanoide Aberration.


Scientology verändert keine Menschen. Es ist nicht das Ziel, einen Thetan zu verändern.


Wir entfernen Engramme und Secondaries von einem Thetan – also das, was er selbst als störend empfindet. Scientology verbessert jene Fähigkeiten, die er verbessern möchte. Wir machen den Fähigen fähiger und stärken seine Fähigkeiten. Wir bringen ihn auf der Tonskala nach oben. Ein Thetan ist grundsätzlich gut – und genau das gibt Scientology ihm zurück. Scientology gibt ihm sich selbst zurück.


Ich kann meinen letzten Tag als Mitarbeiter in der Scientology-Kirche nicht vergessen. Es war in Kopenhagen; man hatte mich für eine Ethik-Handhabung dorthin geschickt. Nachdem ich meine sogenannten Overts und Withholds aufgeschrieben hatte, stellte der Ethik-Offizier die entscheidende Frage – vermutlich war es eher ein Befehl: „Hast du dich verändert?!“


Meine Antwort war nein – und ich ging.


Sie wollte, dass ich mich verändere. Sie wollte nicht, dass ich so bin, wie ich bin. Sie war nicht an mir interessiert. Sie gewährte mir keine Seinheit. Sie ging gegen mich als Thetan vor.


Ich war einer von vielen. Besonders durch die Ethik-Maßnahmen wurde versucht, jeden von uns zu verändern. Man versuchte, uns in eine Form zu pressen.


Doch machen wir uns nichts vor: Dieses Phänomen ist weit verbreitet. Es gibt eine regelrechte „Pandemie“ des Wunsches, andere verändern zu wollen. Ständig wird versucht, uns zu verändern. Fragt man einen Ehemann nach Partnerschaftsschwierigkeiten, heißt es oft, die Frau müsse sich ändern – und umgekehrt.


Auch Politik, Regierungen und Armeen versuchen ständig, uns zu verändern – oft mit einer Art „Ethik“, die uns vorgibt, was gut und was schlecht ist, was man essen darf, wie warm man heizen soll und welche Menschen als gut oder schlecht gelten. Unsere Welt ist voll von Vorstellungen darüber, „wie wir denken sollten“ – mit der Absicht, uns zu verändern.


Man kann die Absicht, Leute zu verändern durchaus als böse bezeichnen.


Scientology hingegen vergrößert das Theta – die Lebensenergie und Lebensfreude.Das ist meine große Erkenntnis, die ich kürzlich im Auditing hatte.


Scientology gewährt Beingness.


Much love,

Max Hauri


Was ist Grösse


Die schwerste Aufgabe, die man haben kann, ist, seine Mitmenschen auch dann noch zu lieben, wenn man allen Grund hätte, es nicht zu tun.


Es ist ein Zeichen von Vernunft und Größe, es auch weiterhin zu tun.


Dem, der das fertigbringt, winkt reiche Hoffnung. Denen, die es nicht vermögen, ist nur Kummer, Hass und Verzweiflung beschieden, und das sind nicht die Dinge, aus denen Größe, Vernunft oder Glück gemacht sind.


Man darf vor allem nicht auf Aufforderungen zum Hass hereinfallen. Da gibt es Men­schen, die einen zu ihren Henkern ernennen. Manchmal ist es um der Sicherheit ande­rer willen nötig zu handeln, doch ist es nicht erforderlich, sie auch zu hassen.


Seine Aufgabe zu erfüllen, ohne auf andere, die einen daran zu hindern versuchen, wü­tend zu werden, ist ein Zeichen der Größe – und der Vernunft. Und nur dann kann man glück­lich sein.


Der Versuch, im Leben eine wünschenswerte Eigenschaft zu erlangen ist etwas Edles. Am schwersten und am nötigsten zu erlangen ist, trotz allen Aufforderungen zum Gegenteil, seine Mitmenschen zu lieben.


Wenn es eine fromme Eigenschaft gibt, dann ist es nicht die zu vergeben. “Verzeihung” ist eine niedriger einzuordnende Handlungsweise und kommt Tadel und Kritik sehr nahe.

Wahre Größe verneint es, sich zu ändern, nur weil man mit bösen Taten konfrontiert wird; ein wahrhaft großer Mensch liebt seine Mitmenschen, weil er sie versteht.


Sie sitzen schließlich alle in der gleichen Falle. Manche haben es schon vergessen, an­dere haben darüber den Verstand verloren, manche handeln so wie die, die sie betrogen haben. Aber sie sitzen alle, alle in der gleichen Falle – die Generäle, die Straßenkehrer, die Präsiden­ten, die Geisteskranken. Sie verhalten sich so, weil sie alle den gleichen grausamen Zwängen dieses Universums ausgesetzt sind.


Manche von uns unterliegen zwar diesen Zwängen, gehen aber ihrer Arbeit weiter nach. Andere haben es längst aufgegeben und toben und führen sich auf wie die armen Irren, die sie sind.


Den einen oder anderen unter ihnen zu helfen, wäre ein gefährliches Unterfangen. Wollte man manches regierende Haupt in der Welt angehen und ihm anbieten, ihn zu befreien (wie es nur ein Scientologe kann), dann wäre die Reaktion ein Tobsuchtsanfall, ein Schrei nach der Leibwache und die Folgen wären unerfreulich. Einer hat tatsächlich so reagiert – er wurde später ermordet, ganz ohne unseren Wunsch, nur durch die Unfähigkeit seiner eigenen Leute. Er hätte sich der Scientology bedienen können. Statt dessen versuchte er sofort, sie abzu­schießen, indem er Überfälle und noch andere Wutaktionen gegen Scientology-Organisationen anordnete. Dass er dann erschossen wurde, hatte nichts mit uns zu tun und zeigt nur, wie unfä­hig und sterblich er wirklich war.


Wenn wir stärker werden, können wir mit unserer Hilfe ganz freigiebig verfahren. Bis es soweit ist, vermögen wir wenigstens die eine Tatsache verstehen, dass Größe nichts mit wil­den Kriegen oder Bekanntsein zu tun hat. Sie erwächst aus der eigenen, konsequenten Anstän­digkeit, aus der ständigen Hilfsbereitschaft, ganz gleich, was die, denen man hilft, tun, denken oder sagen, und trotz aller wütenden Angriffe gegen einen selbst; man muss dabei bleiben, ohne seine grundsätzliche Einstellung zum Menschen zu ändern.


Ein voll ausgebildeter Scientologe ist viel besser in der Lage zu verstehen, als ein nur teilweise ausgebildeter. Denn der Scientologe, der sich wirklich auskennt, ist in der Lage, nicht nur das Vertrauen zu sich und seinen Fähigkeiten zu bewahren, sondern auch, zu verstehen warum andere so handeln, wie sie handeln. Und aus diesem Wissen heraus wird er bei kleinen Niederlagen nicht gleich verwirrt oder mutlos. Wahre Größe hängt letzten Endes von allum­fassender Weisheit ab. Die Menschen handeln so, wie sie es tun, weil sie sind, was sie eben sind: gefangene Wesen, zermalmt unter einer unerträglichen Bürde. Und wenn sie darum wahnsinnig geworden sind und im Irrwahn einer Auslegung befangen die Verheerung ganzer Staaten befohlen haben, dann kann man immer noch den Grund verstehen und auch das Aus­maß ihres Wahnsinns begreifen. Warum sollte man sich ändern und in Hass verfallen, nur weil andere sich selbst verloren haben und ihr eigenes Schicksal zu grausam ist, als dass sie damit fertig werden könnten?


Gerechtigkeit, Gnade, Verzeihung – sie sind alle unbedeutend, verglichen mit der Fä­higkeit, sich nicht zu ändern, trotz Provokation oder wenn es gar befohlen wird.


Man muss handeln, man muss Ordnung und Anstand bewahren, aber man braucht nicht zu hassen und Rache zu suchen.


Es ist wahr, menschliche Wesen sind schwach und begehen Unrecht. Der Mensch ist im Grunde gut, aber er ist schlechter Handlungen fähig.


Er handelt jedoch nur dann schlecht, wenn das, was um der Ordnung und der Sicherheit anderer willen getan wird, mit Hass geschieht. Oder wenn seine Maßnahmen nur auf seine eigene Sicherheit abgestellt sind, ohne Rücksicht auf andere; oder, noch schlimmer: wenn er aus einem Hang zur Grausamkeit heraus so handelt.


Keinerlei Ordnung zu halten ist eine geisteskranke Handlungsweise. Man braucht sich nur den Besitz und die Umgebung von Geistesgestörten anzusehen, um sich davon zu überzeu­gen. Der normale Mensch hält Ordnung.


Wenn Grausamkeit im Namen der Disziplin eine Rasse beherrscht, dann ist diese Rasse gelehrt worden zu hassen. Doch diese Rasse ist zum Untergang verdammt.


Lieben zu lernen ist die wahre Aufgabe. Wer unversehrt durchs Leben gehen will, muss dies lernen.


Nie gebrauche man, was einem geschehen ist, als Anlass zum hassen. Nie sehne man sich nach Rache.


Es erfordert wirkliche Stärke, den Menschen zu lieben. Und ihn zu lieben, trotz allen Aufforderungen, anders zu handeln, trotz allen Provokationen, trotz allen Gründen, es nicht zu tun.


Glück und Stärke halten sich nur, wo es keinen Hass gibt. Hass alleine, ist der Weg ins Verderben. Liebe ist der Weg zur Stärke. Trotz allem zu lieben ist das Geheimnis von Größe.

Und es kann sehr wohl das größte Geheimnis in diesem Universum sein.

 

L. RON HUBBARD

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