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Hilfe – Frohe Weihnachten

  • Autorenbild: Max Hauri
    Max Hauri
  • 23. Dez. 2025
  • 4 Min. Lesezeit
2 Kinder spielen und helfen sich gegenseitig


Einführung: Ich bin sicher, dass ihr Menschen in eurer unmittelbaren Umgebung habt, denen ihr zu helfen versucht habt und bei denen ihr gescheitert seid. Aber ich frage mich, ob ihr euch jemals Folgendes angesehen habt: War es für diese Person überhaupt möglich, irgendeine Hilfe anzunehmen?




Einer meiner wichtigsten Beobachtungen im Leben ist, dass man jene liebt, denen man hilft. Es ist nicht umgekehrt. Nur weil du jemandem hilfst, bedeutet dies noch lange nicht, dass er dich liebt.


Der Lohn der Hilfe ist, dass du ein ARK-vollerers Wesen wirst und dass du Menschen liebst.


Wenn du den ganzen Vortrag hören willst, empfehle ich dir ihn auf der Seite sciento.org

anzuhören. Du kannst in dort Englisch und Deutsch gleichzeitig lesen und gleichzeitig Ron zuhören. Gehe oben rechts zu "Lectures".


Frohe Weihnachten!


Max und Erica, Melinda und Dirk, Verena, Jean, Sibylle und Henrietta


 

Einige Aspekte von Hilfe

Auszug aus dem Vortrag "Einige Aspekte von Hilfe" gehalten am 30. Juni 1960 von L. Ron Hubbard


Der grundlegendste Knopf, den der Mensch hat, ist Hilfe. Und genau dieser Knopf ist derjenige, an dem beim Menschen am leichtesten herumgefummelt, der am leichtesten durcheinandergebracht oder aberriert werden kann. Sobald man zum Menschen "Hilfe" sagt, zeigt er eine Vielzahl von Reaktionen. Und natürlich sind Dianetik und Scientology nichts anderes als Hilfs-Mechanismen.


Wenn bei einem Menschen das Thema Hilfe in Ordnung gebracht wird, steigt sein IQ. Das ist eine faszinierende Erkenntnis – ganz gleich, ob jemand philosophisch oder technisch veranlagt ist oder etwas anderes. Nicht nur steigt sein IQ, sondern auch seine Freiheit sowie sein Glaube und sein Vertrauen in sich selbst nehmen zu. Hilfe ist der Knopf, der entweder völlig zerstört oder wiederhergestellt werden kann. Das ist ein ungeheuer mächtiger Knopf.


Ein Mensch beabsichtigt grundsätzlich zu helfen. Der Anfang jeder Schwierigkeit, in der er sich heute befindet, war ein Versuch zu helfen. Und zugleich ist der einzige Grund, warum er heute lebt und glücklich ist, Hilfe.


Aber das ist eine Medaille mit zwei Seiten. Wenn du an jemanden denkst, den du hasst, kannst du dich wahrscheinlich an einen Zeitpunkt erinnern, an dem du versucht hast, ihm – oder jemandem wie ihm – zu helfen. Dein Hass beruht tatsächlich darauf, dass du gescheitert bist. Du hast dich selbst im Stich gelassen, und du hast ihn im Stich gelassen.


Wenn jemand zu der Überzeugung kommt, dass er der Gesellschaft oder irgendeinem Teil von ihr nicht helfen kann, dann hast du einen Delinquenten vor dir – sobald er diese Entscheidung trifft. Er muss wissen, dass er helfen kann. Und solange er weiß, dass er helfen kann, bleibt er in Kommunikation und bleibt in Ordnung. Aber in dem Moment, in dem er das Gefühl hat, nicht mehr helfen zu können, beginnt er zu explodieren. Dann ist sein Leben vorbei.


Wie weit jemand im Leben kommt, wird offenbar durch den Grad bestimmt, in dem er das Gefühl hat, dass seine Tätigkeit einem oder mehreren Bereichen des Lebens hilft. Und wenn dieser arme Kerl schließlich ganz unten angekommen ist, bei den letzten erbärmlichen Resten des Nirgendwo, dann kann er niemandem auf der ganzen Welt mehr helfen – nicht einmal sich selbst. Und dann ist er erledigt. Zu diesem Zeitpunkt ist er ein toter Mensch. Es ist mir egal, ob er noch atmet.


Man kann daran erkennen, wie tot ein Mensch ist, wie wenig er helfen kann. Es besteht tatsächlich eine direkte Korrelation.


Nun, wir hatten hier einen begrenzenden Faktor. Offenbar gab es in den westlichen Zivilisationen nicht mehr allzu viele Menschen, die noch daran glaubten, dass Hilfe überhaupt möglich ist.


Man stoßt hier direkt auf den grundlegendsten Knopf und den Grund, den Menschen für ihre Existenz haben. Der Mensch fragt: "Warum leben wir?" Offenbar ist der Grund, warum wir leben, zu helfen.


"Was ist der Sinn des Lebens?" Merkwürdigerweise lautet die offensichtliche Antwort darauf – wenn man eine sehr konkrete, grundlegende Antwort will –: Menschen zu helfen. Das scheint ein fundamentaler Existenzgrund zu sein. Und wenn sie Menschen nicht mehr helfen können, sind sie tot.


Nimm jemanden, der kurz davor ist, Selbstmord zu begehen. Er redet ständig über Selbstmord. Und du sagst zu ihm: "Was ist los, Kumpel? Kannst du niemandem helfen?" Damit triffst du wahrscheinlich genau den Kern der Sache. Ja, er wird vermutlich sagen: "Das stimmt."


Hilfe ist das akzeptabelste Thema, das man mit irgendjemandem besprechen kann. Und eine Person, die anfängt zu toben und nicht mehr daran glaubt, dass Hilfe möglich ist, ist einfach abgestürzt. Hilfe hat sie neu definiert, und das wirst du feststellen, wenn du mit ihr darüber sprichst.


Der falsche Weg, mit solchen Menschen umzugehen, besteht darin, ihnen eindeutig zu zeigen, dass sie niemandem helfen. Der richtige Weg ist, mit ihnen darüber zu sprechen, wie sie Menschen helfen könnten. Du wirst feststellen, dass sich dieser Knopf sehr schnell wieder ausrichtet.


Nun bin ich sicher, dass ihr Menschen in eurer unmittelbaren Umgebung habt, denen ihr zu helfen versucht habt und bei denen ihr gescheitert seid. Aber ich frage mich, ob ihr euch jemals Folgendes angesehen habt: War es für diese Person überhaupt möglich, irgendeine Hilfe anzunehmen?


Wenn du einen Menschen mit einem sehr schlechten Bein findest – weißt du, dass schon genügend Gespräche von deiner Seite und genügend Antworten dieser Person zu dem Thema, wie sie Beinen helfen könnte, etwas an diesem schlechten Bein bewirken würden? Wahrscheinlich mehr, als alle Kliniken der Welt zusammen.


Und bei der Person, die dir nicht zuhören will, wenn du sagst, du hättest ein sehr interessantes Thema gehört, und die nur sagt: "Reow, reow, reow" – verschwende keine Zeit damit, es mit ihr zu diskutieren. Sag einfach: "Was ist Hilfe? Was ist Hilfe überhaupt?"


Du wirst entweder eine der wildesten Diskussionen bekommen, oder völliges Schweigen, oder überhaupt keine Antwort. Aber du wirst kein weiteres "reow, reow, reow" mehr bekommen. Und vielleicht ist es das allein schon wert, um das abzustellen.

 

L. Ron Hubbard

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