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Erinnern und Vergessen

  • 12. März
  • 6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 13. März

Mann, der versucht, sich zu erinnern


Einführung: Das Ziel ist, die Selbstbestimmtheit des Preclears zu erhöhen. Erinnerung ist eine Automa­tik, die nicht unter der Kontrolle des Preclears steht. Indem der Preclear die Automatismen der Erinnerung und des Vergessens über­nimmt, ist der Preclear zur Entfaltung grösserer Selbstbestimmtheit imstande.




Die Kunst des Erinnerns und des Vergessens


Ein Dank an Ron!


Eine der grössten Errungenschaften von Ron ist die Entwicklung der sogenannten Rückrufprozesse. Jeder, der mit der Philosophie der Scientology beginnt, begegnet ihnen bereits im Kommunikationskurs – etwa in TR 3. Die grundlegende Absicht hinter diesem Drill ist, eine Frage wieder und wieder beantwortet zu bekommen. Natürlich geht es auch darum, seine Frage überhaupt beantwortet zu bekommen.


Was auf den ersten Blick absurd erscheint, ist in seinem Nutzen genial.


Beim Homo sapiens scheint eine grundlegende Angst vor dem Vergessen zu existieren. Sie äussert sich in dem Gefühl, nicht vergessen zu dürfen – denn wer vergisst, kann nicht mehr rechtfertigen oder beweisen, was war. Und wer nicht beweisen kann, hat verloren. Zudem werden wir regelmässig aufgefordert, Rechenschaft abzulegen: was wir getan haben, wo wir waren, wie wir zu unserem Geld gekommen sind und wofür wir es ausgegeben haben. Unsere Gesellschaft basiert auf unzähligen Aufzeichnungen. Es beginnt mit der Geburtsurkunde, setzt sich fort in verschiedensten Registern – und heute kommen nahezu unbegrenzte Speicherungen unserer elektronischen Kommunikation hinzu.


Es besteht ein starker Drang, alles über alles und jeden wissen zu müssen. Nichts darf vergessen werden. Wer nichts weiss, gilt als dumm; wer viel weiss, als klug. Das prägt unseren Umgang mit Erinnerung. Schon in der Schule werden wir darauf konditioniert, erinnern zu müssen.


Der Zweck einer Erinnerung oder Aufzeichnung ist, dass sie fortbesteht. Sonst würde man sie nicht machen. Es ist wie beim Bau eines Hauses – man will, dass es stehen bleibt.


So hält man an Erinnerungen fest und beendet den Zyklus nicht. Es ist wie bei einem Messie: Immer mehr unabgeschlossene Zyklen häufen sich an, bis kein Durchkommen mehr möglich ist. Alles ist zugestellt, kein freier Raum bleibt. In einer überfüllten Wohnung kann man erst dann Ordnung schaffen, wenn man wieder Platz schafft.


Genau so im Verstand, es kann überstellt sein, dass man keine Auswertungen mehr vornehmen kann. Um in einem überfüllten Verstand Ordnung zu machen, muss man zuerst freien Raum erschaffen.


Vielleicht erklärt das auch, weshalb man sich – wenn man einen neuen Körper annimmt – nicht an frühere Leben erinnern kann oder will: Man möchte den alten Ballast nicht in die neue Wohnung mitnehmen.


Erinnern


Hier zeigt sich die eigentliche Genialität der Rückrufprozesse. Die Erfindung des wiederholenden Rückrufprozesses ist – in ihrer Bedeutung – mit der Erfindung des Rades oder des Geldes vergleichbar.


Rückrufprozesse bilden das Rückgrat der sogenannten Grade.


Rückrufprozesse sind ein Training im Umgang mit Erinnerung – und im Umgang mit dem Vergessen.


Im Auditing geht es nicht nur darum, Missemotionen und Schmerzen aufzulösen. Es geht darum, zahlreiche kleine und grössere Erinnerungen abzuschliessen und sagen zu können: "Der Zyklus ist beendet." Oder auch: "Es muss nichts weiter erschaffen werden. Danke, es ist fertig."


Interessanterweise gilt: Je leichter man vergessen kann, desto besser kann man sich erinnern.


Vergessen ist eine Fähigkeit.


Man kann sich den Verstand wie eine Wohnung vorstellen, in der jede Erinnerung ihren festen Platz hat. Doch das ist eine unpraktische Form des Erinnerns. Ein Thetan kann einfach wissen. Er kann eine Erinnerung aus dem "Nichts" zurückrufen. Sie liegt nicht in einer Schublade – sie ist nicht gespeichert. Denn ist sie noch abgelegt, ist der Zyklus nicht abgeschlossen; man "braucht" sie offenbar noch aus irgendeinem Grund und trägt sie weiterhin mit sich – bewusst oder unbewusst.


Ein Thetan kann eine Erinnerung neu erschaffen, auch wenn sie nicht mehr existiert. Dazu muss er die Vorstellung aufgeben, man könnte sie vielleicht doch noch benötigen. Stattdessen braucht es die Bereitschaft, sie bei Bedarf neu zu erschaffen. So wie man ein Möbelstück oder ein Kleidungsstück neu herstellen oder neu erwerben kann.


Hier zeigt sich auch ein Unterschied zur KI: Der Thetan kann Neues erschaffen. Er ist nicht darauf angewiesen, nur zu kopieren oder zu speichern. Er ist Ursprung und benötigt keine riesigen Archive.


Rückrufprozesse sind ein Training des Erinnerns. Auditing trainiert eine Gesamtzeitspurfähigkeit – es ist das bewusste Erschaffen von Wissen und, wenn gewünscht, das Wiedererschaffen von Erinnerungen.


Erstaunlicherweise beginnt all das mit der Fähigkeit zu vergessen.


Weiter unten folgt ein Auszug aus dem Buch "Straightwire – Ein Arbeitshandbuch" von L. Ron Hubbard, das ich wärmstens empfehle.


Happy Birthday, Ron!


Much love

Max Hauri

 

Modernes Straightwire

Freie PDF Download oder Buch für Fr. 20.– plus Porto


Auf der Grundlage der Theorie, dass jemand dieses Buch zur Hand nehmen mag und nur die Zeit hat, ein paar Zeilen darin zu lesen, oder dass seine Fähigkeit hinsichtlich der Menge an Material, das er aufnehmen kann, begrenzt ist, möchte ich Ihnen gleich hier in aller Schnelle die Art von Straightwire angeben, die heute bei PCs phänomenale Ergebnisse hervorbringt.


Die Anweisung: "Rufe dir einen Moment von ___________ zurück."


Wie viele Male die Anweisung verwendet wird: Bis die Kommu­nikationsverzöge­rung des PCs vollständig flach ist, so dass er ohne weiteres ohne irgendwelche Schwierigkeiten Antworten mit einiger Ausführlichkeit und mit einiger Quantität geben kann.


Automatismus des Vergessens


… wir diesen Prozess entwickelten: "Etwas, bei dem es dir nichts ausmachen würde, dich daran zu erinnern." "Etwas, bei dem es dir nichts ausma­chen würde, es zu vergessen.“" Dieser Prozess wurde in einer Einheit des Fortgeschrittenen Klinischen Kurses vom Sommer 1954 entwickelt. Unmittelbar darauf wurden eine Vielzahl von Beschränkungen bei Straightwire hinweggefegt, und Straightwire wurde ein viel wichtigerer Prozess, da er viel bessere Resultate erzielte. Hier waren wir zum ersten Mal in die Idee eingestiegen, dass Vergessen eine tatsächliche Eigenschaft, ein tatsächliches Attribut ist. Mit anderen Worten, es ist eine Fertigkeit. Wir stellten fest, dass jemand Dinge vergisst, damit er Dinge haben kann. Und als wir erkannten, dass dies eine Fertigkeit war und dass es vollständig auf Automatik lief, hatten wir natürlich den Grund, warum Leute nicht in der Lage waren, sich zu erinnern. Die waren so begierig darauf zu vergessen.


Im Frühjahr 1955, auf dem Zehnten Fortgeschrittenen Klinischen Kurs, entdeckten wir, dass "etwas, bei dem es dir nichts ausmachen würde, es zu vergessen", weitaus wichtiger war als "etwas, bei dem es dir nichts ausmachen würde, dich daran zu er­innern"; und wir führten mehrere Tests durch, die zeig­ten, dass allein die Verwendung dieser Anweisung "Etwas, bei dem es dir nichts ausmachen würde, es zu vergessen" ein beträchtliches Ansteigen auf der Tonskala ergab. Da jedoch noch viele weitere interessante Dinge zutage traten und geschahen, schenkten wir dem nicht wirklich die Aufmerksamkeit, die es verdiente und tat­sächlich ist der Prozess bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht so gründlich erprobt, wie er sein könnte. Es könnte sehr wohl sein, dass dieser Prozess als etwas, was ein lang anhaltendes, stabiles Resultat erzielt die Nachfolge vieler anderer Prozesse antreten wird.


… dass der grösste Automatismus, mit dem jeder beschäftigt ist, Erinnern und Vergessen ist. Da­her sind Übungen im Erinnern und Vergessen natürlich sehr, sehr wichtig.


Man sollte also verstehen, dass keine noch so grosse Menge an Engramm-Auditing oder Gegenwartsprozessen diese hochspezielle Sache handhaben würde – automatisches Erinnern und automatisches Vergessen. Und angesichts der Rolle, die Erinnern und Vergessen im täglichen Leben spielen, könnten wir nicht davon ausgehen, dass eine Person sehr gründlich auditiert wäre, wenn wir nicht diesen Faktor ihrer Erinnerung in Betracht gezogen hätten. Des­halb sollte, ganz gleich welche anderen Prozesse an der Person auditiert werden, etwas unternommen werden, um den Faktor seiner automatischen Erinnerung unter Kontrolle zu bringen.


In den letzten Monaten haben wir in gewissem Ausmass die Vermutung angestellt, dass es nicht notwendig ist, eine grosse Vielfalt an Themen beim Erinnern zu haben, um die Erinnerung wiederherzustellen. Der blosse Akt des Erinnerns ist genug, um den Automatismus zu übernehmen. Mit anderen Worten, es gibt nicht einen Automatismus für jedes Thema, an das Sie sich erinnern können; es gibt einfach einen Automatismus auf dem Gebiet des Erinnerns. Ähnlich ist es beim Vergessen. Man könnte meinen, es gäbe einen Vergesser-Automatismus für jede Sorte und jedes bekannte Thema, aber es gibt nur einen Mecha­nismus, der hinter all dem steht, und das ist einfach ein Automatismus des Vergessens.


Wenn man nun einen Preclear in der Gegenwart stabilisieren würde und alle möglichen anderen Dinge mit ihm machen würde und es dennoch vernachlässigen würde, seine Erinnerung in irgendeinem Grade zu üben, dann ist es wahrscheinlich, dass man die Sphäre des Rückrufs zu seinem Nachteil unangetastet gelassen und seinen Automatismus bestehen gelassen hätte. Und der Automa­tismus des Erinnerns und der Automatismus des Vergessens könnte ihn natürlich wieder nach unten drücken. Wir sollten also sagen, dass jeder Preclear, der stabil wird, Übungen im Erinnern und Vergessen bekommen haben sollte.

 

L. Ron Hubbard



1 Kommentar


Helen Levakovic
Helen Levakovic
22. März

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